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Liebe Leserinnen und Leser,

nach drei sehr erfolgreichen Jahren sind die Finanzmärkte in den ersten Monaten des Jahres 2022 in eine massive Korrekturphase eingetreten. Die Gründe hierfür sind nicht nur in den Medien omnipräsent.

Der Anstieg der Inflation auf ein Niveau, welches wir in Europa zuletzt vor über 40 Jahren erlebt haben, ist für alle im täglichen Einkauf spürbar. Insbesondere die Steigerung der Energiekosten – egal ob Strom, Gas oder Öl – schlägt sich in den Lebenshaltungskosten nieder und lässt das Vertrauen von Konsumentinnen und Konsumenten unter Niveaus absinken, die wir 2008 bei der Finanzkrise oder 2020 beim Ausbruch der COVID-19-Pandemie gesehen haben.

Auch wenn sich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren territorialen Ausweitung des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine verringert zu haben scheint, sind die Unsicherheiten aus der weiteren Entwicklung dieses Krieges in allen Bereichen der Wirtschaft zu spüren. Die ohnehin durch die Pandemie gestörten Lieferketten werden zusätzlich belastet, die Abhängigkeit Mitteleuropas von russischer Energie greifbar, die globale Abhängigkeit von der Lebensmittelproduktion in der Ukraine ersichtlich.

Wir haben uns in den vergangenen Monaten nicht nur den Herausforderungen am Kapitalmarkt gestellt, sondern auch erfolgreich bemüht, im Kundenservice weitere Verbesserungen zu realisieren. Mit dem Zugang zum individuellen Guthaben mittels der neuen ID Austria ist es uns als erste privatwirtschaftliche Finanzeinrichtung Österreichs gelungen, einen innovativen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen.

Eine angenehme Lektüre wünscht Ihnen

Dipl.-Ing. Thomas Keplinger

Vorsitzender des Vorstands

Aktuelles aus dem Unternehmen

Der Start in das Jahr 2022 war für alle institutionellen Investoren extrem schwierig, auch die APK Vorsorgekasse konnte sich dem mit einer negativen Performance von -4,44% im 1. Quartal nicht entziehen. Auch das zweite Quartal verlief bisher negativ, das Veranlagungsergebnis per Ende Mai lag bei -6,89%.

Auf Grund der positiven Ergebnisse der Vorjahre verbleiben die mehrjährigen Durchschnitte im Veranlagungsergebnis im positiven Bereich. Im dreijährigen Durchschnitt liegt die APK Vorsorgekasse bei 2,33% p.a. und damit 0,59 Prozentpunkte p.a. über dem Marktdurchschnitt aller betrieblichen Vorsorgekassen. Über einen fünfjährigen Zeitraum hat sie mit einer Performance von 1,72% p.a. (0,27 Prozentpunkte p.a. über dem Marktdurchschnitt) ebenso einen Mehrwert für die Kundinnen und Kunden erzielt.

Die ersten fünf Monate 2022 waren von einem schwierigen Börsenumfeld mit hoher Volatilität und Kursrückgängen in fast allen Assetklassen geprägt. Die ausschlaggebenden Gründe dafür waren weniger auf der Unternehmensebene in Form von Umsatz- oder Gewinnrückgang zu suchen, sondern viel mehr auf Makrothemen und geopolitischen Entwicklungen zurück zu führen. Der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine sorgte Ende Februar für einen größeren Kursverlust an den globalen Aktienmärkten. Davon konnten sich die Börsen in der Folge etwas erholen. Es dauerte aber nicht lange bis sich weitere Börsenturbulenzen einstellten. Dazu hat zum Beispiel die „Zero-Covid-Politik“ Chinas beigetragen. Die globalen Lieferketten werden dadurch weiterhin belastet und tragen zu Verwerfungen und einer verschärfenden Inflationsdynamik bei. Der Krieg zwischen Russland und Ukraine sorgt für massive Preisanstiege bei diversen Commodities, da beide Länder global bedeutende Rohstoffexporteure sind.

Der sich bereits im Vorjahr abzeichnende Anstieg der Inflation gewann dadurch nochmal stärker an Fahrt. Der Ölpreis (Sorte WTI) verteuerte sich von ca. USD 80 zu Jahresbeginn auf ca. USD 110 Mitte Mai. Die Inflationsrate kletterte im März in den USA auf über 8% im Jahresvergleich. In der Eurozone war die Inflation mit 7,4% im April im Vergleich zum Vorjahr ähnlich hoch. Das wiederum veranlasste die globalen Notenbanken, allen voran die Fed in den USA dazu, mehr Leitzinserhöhungen umzusetzen, als ursprünglich zu Jahresbeginn geplant. In diesem Börsenumfeld konnte kaum ein Aktienmarkt reüssieren. Das Minus beläuft sich mit Mitte Mai (Stand: 15. Mai Preisindizes jeweils in EUR) in den USA (S&P 500) auf -8,92%, in Europa (MSCI Europe) auf -11,54%, in Japan (MSCI Japan) auf -11,24% und für Emerging Markets (MSCI Emerging Markets) auf -11,74%. Im Plus befinden sich lediglich Nischenmärkte in den Emerging Markets wie z.B. Brasilien (Ibovespa) +25,53%, Indonesien (JCI) +4,68% und Singapur (STI) +5,91%, in welche betriebliche Vorsorgekassen auf Grund der gesetzlichen Beschränkungen nicht investieren dürfen.

An den Anleihenmärkten führte die Inflationsdynamik und die Notenbankpolitik zu massiven Renditeanstiegen und damit automatisch zu Kursverlusten. Bei Treasury Notes mit einer 2-jährigen Laufzeit stieg die Rendite von ca. 0,75% zu Jahresbeginn auf über 2,5% an. Für Anleihen mit einer 10-jährigen Laufzeit stieg die Rendite von 1,5% auf nahezu 3% an. Eine ähnliche Dynamik war am europäischen Anleihenmarkt zu verzeichnen, der ebenso begann, die Zinsschritte der EZB und die Inflationsentwicklungen einzupreisen. Die Renditen für deutsche Anleihen lagen zu Jahresbeginn für Laufzeiten bis zu 10 Jahren durchwegs im Minus. Bis Mitte Mai lag die Rendite für 2-jährige Anleihen leicht im positiven Bereich und die Rendite für 10-jährige Anleihen lag bei ca. 1%. Mit Staatsanleihen konnte somit seit Jahresbeginn keine positive Performance erzielt werden. Das trifft ebenso auf Unternehmensanleihen, „High Yield“, Emerging Market Lokalwährungen und Hartwährungen zu.

Ein Ausblick auf das Ergebnis zum Jahresende ist auf Grund der nicht vorhersagbaren Entwicklung des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine definitiv unmöglich. Das Spektrum reicht von einer signifikanten Entspannung an den Finanzmärkten in Folge einer diplomatischen Einigung und dem baldigen Ende der Kampfhandlungen bis zu einer insbesondere für den mitteleuropäischen Raum desaströsen Einstellung der Gaslieferungen durch Russland, welche jedenfalls in Staaten wie Österreich, Deutschland und Italien eine Rezession auslösen würden.

Mit der Handy-Signatur, welche 2022 durch die neue ID Austria abgelöst werden soll, verfügt eine große Anzahl an Kundinnen und Kunden über ein sicheres Zugangssystem, welches gleichzeitig in mehreren öffentlichen Portalen eingesetzt werden kann. Die bekanntesten Beispiele sind wohl das Finanzamt (finanzonline.bmf.gv.at) und die Sozialversicherung (meinesv.at).

„In Dänemark gibt es seit 20 Jahren ein von der öffentlichen Hand unterstütztes und von der Bevölkerung akzeptiertes System, welches den Zugang zur digitalen Erledigung von Amtsgeschäften ermöglicht. Unter anderem ist dieses System aber auch der Schlüssel zum Zugang zu unterschiedlichsten Portalen bei den meisten dänischen Finanzdienstleistern.“ erläutert Poul Thybo, MSc, Mitglied des Vorstands der APK Vorsorgekasse und als gebürtiger Däne aktiver Nutzer dieses Systems.

Die APK Vorsorgekasse ermöglicht seit dem 25.5.2022 als erstes privatwirtschaftliches Unternehmen in Österreich den individuellen Zugang zu www.kontostand.at sowohl mittels der Handy-Signatur als auch mit der neuen ID Austria. Im Vollausbau, der noch einige Wochen in Anspruch nehmen wird, werden sich die Kundinnen und Kunden auch in der App mit diesem sicheren Zugangssystem anmelden können.

Mit über 540.000 Kundinnen und  Kunden, von denen rd. 80.000 www.kontostand.at nutzen, stellt dieser Innovationsschritt eine höchst attraktive Alternative zu der weiterhin bestehenden Möglichkeit, sich via User und Passwort zum individuellen Konto anzumelden.

Bei der Prüfung durch die ÖGUT werden die drei Prüfbereiche Grundsätze und Methodik, Portfolio sowie Umfeld hinsichtlich der Berücksichtigung ethischer, ökologischer und sozialer Kriterien untersucht. Jeder der drei Prüfbereiche erhält eine der folgenden Bewertungen:

  • Sehr gut erfüllt

  • Gut erfüllt

  • Ausreichend erfüllt

  • Nicht erfüllt

Zum zweiten Mal in Folge konnte die APK Vorsorgekasse in jedem der drei Prüfbereiche die Bewertungsstufe „Sehr gut erfüllt“ erreichen.

Insbesondere im Prüfbereich Portfolio wurden im Jahr 2021 weitere Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Mag. Friesenbichler, Geschäftsführer der rfu – Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung, welche halbjährlich das Portfolio einem Nachhaltigkeitscontrolling unterzieht, hat dazu im Prüfbericht zum 31.3.2022 festgehalten: „Der Anteil explizit nachhaltiger Investments liegt bei 99,3% und umfasst bereits nahezu das gesamte Portfolio. Nach Ausstattung eines Spezialfonds, welcher in nordamerikanische Unternehmen investiert, sind nur mehr weniger als 1% der Bestände konventionell.“

In dem marginalen Anteil der noch im Portfolio befindlichen konventionellen Fonds werden keine Gelder mehr investiert, sie verlieren alleine aus diesem Umstand an Gewicht. Auf Grund des Auslaufens der darin enthaltenen Investments werden sie in den nächsten Monaten und Jahren automatisch gänzlich aus dem Portfolio verschwinden.

Signifikant mühsamer verläuft der geplante Ausbau der Photovoltaikanlagen auf den Bürogebäuden, welche sich im Eigentum von Unternehmen der APK Gruppe befinden. Die generelle Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften in Verbindung mit den bekannten Problemen bei Lieferketten führen dazu, dass sich der geplante Ausbau der beiden existierenden PV-Anlagen PV I und PV II um eine weitere PV-Anlage, die mit rd. 200 kWp rund vier Mal so groß sein wird als die PV I und PV II zusammen, verzögert. Die ursprünglich geplante Inbetriebnahme im Jahr 2022 wird sich aller Voraussicht nach in das Jahr 2023 verschieben.

Wir beraten Sie gerne persönlich!

Wir setzen für die Beantwortung von Anfragen kein Call Center, sondern ausschließlich qualifizierte Expertinnen und Experten ein.

Sie können sich bei Fragen jederzeit gerne an unser Team wenden.

So können Sie uns erreichen:

Tel. +43 (0)50 275 50

E-Mail: office@apk-vk.at